HISTORISCHER AUGENBLICK

Willkommen auf dem Blog des Instituts für Geschichtsdidaktik und Public History der Eberhard Karls Universität Tübingen!


Ein Blog für Studierende, Lehrende und kritische Köpfe, die Geschichte nicht nur in Archiven und dicken Büchern, sondern auch im Hier und Jetzt suchen. Menschen, die Interesse daran haben, sowohl Krater als auch zarte Pinselstriche der historischen Vergangenheit in der Gegenwart zu erkunden. Studierende und Dozent*innen der Geschichtswissenschaft haben sich in Lehrveranstaltungen auf Spurensuche begeben - hier präsentieren sie ihre vielfältigen Ergebnisse.


AKTUELLE BEITRÄGE

Für was steht eigentlich der Name Edeka?

Eine Geschichte der Kolonialwarenläden und Einkaufsgenossenschaften am Beispiel von Deutschlands größtem Lebensmittelhändler.

von Max Witzler

„Wir lieben Lebensmittel“ und „Supergeil“ – Diese Werbeslogans sind fest mit Edeka verbunden. Das Unternehmen ist mit 352.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Deutschlands größter privater Arbeitgeber - noch vor Volkswagen und dem Lebensmittel-Riesen Rewe. Eher unbekannt ist allerdings, dass die Ursprünge des beliebten Unternehmens im Zusammenhang mit der deutschen Kolonialgeschichte stehen. Noch heute lassen sich im Namen Hinweise auf diese Vergangenheit finden. 

Bild: Mediathek des Edekaverbunds.
Bild: Mediathek des Edekaverbunds.

„Die Kugel, die mich treffen soll, ist schon gegossen“

von Sarah Huber

„Er war zu eigenwillig und zu vielseitig gewesen, um zu einer bestimmten Partei oder Bewegung zu passen, die die Erinnerung an ihn hätte wachhalten können. Für ein weltoffenes, international orientiertes Deutschland war er zu nationalistisch; für Gewerkschaften zu konservativ; für die katholische Kirche zu politisch; und für die Christlich-Demokratische Union (CDU), die Nachfolgerin des Zentrums auf dem Weg zu einer interkonfessionellen Volkspartei, zu katholisch.“ Dieser vielseitige Mann war Matthias Erzberger, Zentrumspolitiker, Unterzeichner des Waffenstillstandsvertrags in Compiègne, Verfechter des Versailler Vertrags und Finanzminister in der Weimarer Republik. Vor hundert Jahren, am 26. August 1921, wurde der Politiker ermordet.

© Sarah Huber, Erinnerungsstätte Matthias Erzberger.
© Sarah Huber, Erinnerungsstätte Matthias Erzberger.

Was heißt queere Universitätsgeschichte vor Ort?  

von Richard Kühl

Queere Geschichtsschreibung in Deutschland ist in den vergangenen Jahren in eine neue Phase eingetreten. Die wichtigste Ursache ist fraglos die LGBTIQ*+-Bewegung. Mit ihr haben sich theoretische Zugänge und Themenkomplexe, die bis dahin auf der Agenda einer im Wesentlichen schwul-lesbischen Geschichte gestanden hatten, bedeutend erweitert. Zugleich ist die Auseinandersetzung akademischer geworden. Und öffentliche Bildungs- und Kultureinrichtungen wie Museen oder Archive zeigen ein Interesse, das so noch nie dagewesen ist. Das Projekt „Queer durch Tübingen“, zu dem bald eine Ausstellung im Stadtmuseum zu sehen sein wird [1], steht dafür exemplarisch. 

Bild: Magnus Hirschfeld. In: Der Kuckuck 12.01.1930.
Bild: Magnus Hirschfeld. In: Der Kuckuck 12.01.1930.

Das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ und dessen praktische Umsetzung in Tübingen

von Sarah Schneider

Am 1. Januar 1934 trat ein Gesetz in Kraft, dem in den elf Jahren, in dem es angewendet wurde, circa 400.000 Menschen im deutschen Reich zum Opfer fielen. Durch das nationalsozialistische Gesetz sollten als „erbkrank“ erachtete Individuen an der Fortpflanzung gehindert und somit langfristig das Vorkommen von Erbleiden minimiert werden.  Auch die Mediziner der Tübinger Psychiatrie beziehungsweise der Universitäts-Nervenklinik Tübingen wirkten an der Umsetzung des GzVeN mit. Deren Verstrickung in die Medizinverbrechen wurde durch verschiedene Arbeiten aufgearbeitet.

Bild: Sarah Schneider.
Bild: Sarah Schneider.

THEMEN


Historische Ausstellungen


Geschichtslernen digital


Lokal hingeschaut


Koloniales Erbe


Arbeitsfeld Public History


FOLGEN SIE UNS AUF TWITTER




Zusätzliche Angaben zu Bildquellen/ Lizenzen (externe Links): 

 

***Copyright by Louis Bafrance, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons.

Page-URL: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Covid19-prepared_classroom.jpg

File-URL: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1f/Covid19-prepared_classroom.jpg (jew. Zugriff: 27.04.2021)

 

****Copyright by W. Gorden Whaley and John S. Bowen Image courtesy of Ford Motor Co., Public domain, via Wikimedia Commons

File-URL: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/16/Taraxacum_kok-saghyz.png (externer Link, letzter Zugriff 18.05.21)

Page-URL: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Taraxacum_kok-saghyz.png (externer Link, letzter Zugriff 18.05.21)

Institut für Geschichtsdidaktik und Public History

Wir bieten Ihnen interessante Informationen und Wissenswertes über Geschichte in unserem Alltag und für die Schule: von Ausstellungsrezensionen über Unterrichtsmaterial bis hin zu Reise- und Fortbildungstipps. Alles was Geschichtsinteressierte begeistert – Klicken Sie sich schlau!