Historischer Augenblick

Willkommen auf dem Blog des Instituts für Geschichtsdidaktik und Public History der Eberhard Karls Universität Tübingen!


Ein Blog für Studierende, Lehrende und kritische Köpfe, die Geschichte nicht nur in Archiven und dicken Büchern, sondern auch im Hier und Jetzt suchen. Menschen, die Interesse daran haben, sowohl Krater als auch zarte Pinselstriche der historischen Vergangenheit in der Gegenwart zu erkunden. Studierende und Dozent*innen der Geschichtswissenschaft haben sich in Lehrveranstaltungen auf Spurensuche begeben - hier präsentieren sie ihre vielfältigen Ergebnisse.


AKTUELLE BEITRÄGE

Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

Anlässlich des Gedenkens an den 8.Mai 1945 und die Befreiung Tübingens

von Marleen Buschhaus

"Wenn ich es dir nur schreiben könnte, [...] dass Tübingen eine der ganz wenigen Städte ist, die bis auf ganz geringe Schäden in den letzten Tagen […] bis zu diesem Punkt der Besetzung gekommen ist.“ Dieser Ausschnitt entstammt dem Brief einer Tübingerin, den sie kurz nach der Befreiung an ihren Mann schrieb. Von ihrer Wohnung in der Herrenbergerstraße aus sah sie am Morgen des 19. Aprils die französischen Panzer in die Stadt einfahren. Die im Vergleich zu anderen süddeutschen Städten geringe Zerstörung und die kampflose Besetzung Tübingens war mehreren glücklichen Umständen und Zufällen zu verdanken...

Bild: orig. Video-Thumbnail, (C) by Trolley-Mission, CC-Lizenz: freigegeben für Weiterverbreitung.*
Bild: orig. Video-Thumbnail, (C) by Trolley-Mission, CC-Lizenz: freigegeben für Weiterverbreitung.*

„Einen schlafenden Riesen wecken“ – Von der Autonomie, Geschichte zu schreiben

von Rainer Lupschina

April 2021 - Ein Gedankenspiel: „Angenommen, die Pandemie ist weg, sofort, einfach so. Angenommen die Schule geht wieder los, sofort, und angenommen, Schule hätte sich verändert, einfach so: Es gäbe keine Schulpflicht mehr, sondern eine Art Lernpflicht. Ihr müsstet also nicht mehr in die Schule, aber ihr könntet. Wie würdet ihr euch das Lernen in der Schule und das Lernen zuhause aufteilen?“ Was sollen Schüler*innen der achten Klasse schon darauf antworten in einem liebgewonnen, wöchentlichen Feedback in kleiner Vierer-Videorunde? Wir alle kennen eigentlich nur Lernen unter dem Verhältnis 100% Präsenz und 0% zuhause. Es war nur ein Gedankenspiel.

Bild: Louis Bafrance, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons.*** Format geändert zu 16:9.
Bild: Louis Bafrance, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons.*** Format geändert zu 16:9.

Melegueta – ein westafrikanisches Gewürz in europäischen Küchen des Mittelalters

von Leonie Freudenfeld

Denken wir heute an afrikanisch-europäische Beziehungsgeschichte, ist unser Bild wohl hauptsächlich durch die Zeit des Kolonialismus geprägt. Ganze afrikanische Landstriche wurden nach den von dort stammenden Waren benannt: Goldküste, Sklavenküste oder auch Elfenbeinküste. Weniger bekannt dagegen ist die sogenannte Pfefferküste, deren Name sich auf eine heute kaum noch gebrauchte Pflanze zurückführen lässt – Melegueta. Sie stammt aus dem Gebiet des heutigen Liberia und der unteren Niger-Region an der Westküste Afrikas. Die Samen dieser Pflanze waren bereits im Mittelalter in Europa vor allem als „Paradieskörner“ bekannt.  Noch heute werden sie meist unter diesem Namen verkauft.

Bild: Shaddiii [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0).**
Bild: Shaddiii [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0).**

SCHON GELESEN?!

Die Bürgermeisterwahl 1954 – Abstimmung über die Vergangenheit 

von Lisa Blum

Wenige Familien haben die Geschichte des Schwabenlandes zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert so sehr geprägt wie die Mitglieder des Gmelin-Clans. Als Richter, Bürgermeister, Pfarrer und Professoren hatten sie großen Einfluss auf das städtische und universitäre Leben in Tübingen. Doch auch die akademisch-bürgerlichen Gmelins brachten einen braunen Spross hervor: Hans Gmelin, Tübinger Oberbürgermeister von 1954 bis 1974, spielte eine nicht unbedeutende Rolle im System des NS-Regimes. 

Bild: Stadtarchiv Tübingen.
Bild: Stadtarchiv Tübingen.

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*Bild: Thumbnail von Video: https://www.youtube.com/watch?v=C-7q83shDQ4 (letzter Zugriff am 11.05.21). (C) by Trolley-Mission, CC-Lizenz: freigegeben für Weiterverbreitung.

 

**Copyright by Shaddiii [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]. Page URL: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Grains_of_paradise_(Aframomum_melegueta).jpg (Zugriff: 22.03.2021), File-URL: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3d/Grains_of_paradise_%28Aframomum_melegueta%29.jpg (Zugriff: 22.03.2021).

 

***Copyright by Louis Bafrance, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons.

Page-URL: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Covid19-prepared_classroom.jpg

File-URL: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1f/Covid19-prepared_classroom.jpg (jew. Zugriff: 27.04.2021)

 

Institut für Geschichtsdidaktik und Public History

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