Historischer Augenblick

Willkommen auf dem Blog des Instituts für Geschichtsdidaktik und Public History der Eberhard Karls Universität Tübingen!


Ein Blog für Studierende, Lehrende und kritische Köpfe, die Geschichte nicht nur in Archiven und dicken Büchern, sondern auch im Hier und Jetzt suchen. Menschen, die Interesse daran haben, sowohl Krater als auch zarte Pinselstriche der historischen Vergangenheit in der Gegenwart zu erkunden. Studierende und Dozent*innen der Geschichtswissenschaft haben sich in Lehrveranstaltungen auf Spurensuche begeben - hier präsentieren sie ihre vielfältigen Ergebnisse.


AKTUELLE BEITRÄGE:

Neurechter Mythos? Die Brüder Hepp in Tübingen

von Timo Mäule

Das Milieu der „Neuen Rechten“ gilt als eher undurchsichtiges Forschungsgebiet. Wissenschaftler*innen, die im politischen Spektrum links von rechts stehen, wird wenig Zugang zur rechts-intellektuellen Szene gewährt. Die Quellen rechter Literatur sind durchdrungen von ideologischem Gedankengut. Die Grenzen zwischen Wissenschaft und Ideologie verschwimmen. Bei einer Recherche zu einem neurechten Netzwerk mit dem Namen "Konservative Front" in Süddeutschland stößt man dabei schonmal auf verschiedenste Ungereimtheiten. Ein Recherche-Resümee.

Bild: gezeichnet von Timo Mäule unter der fotografischen Vorlage aus: DER SPIEGEL 6/1969.
Bild: gezeichnet von Timo Mäule unter der fotografischen Vorlage aus: DER SPIEGEL 6/1969.

Ein Rassist macht Karriere? Wahrhold Drascher an der Universität Tübingen

von Carina Klara Moser

Rassistisches Denken reicht in Deutschland weit zurück. Man musste auch im 20. Jahrhundert kein Nationalsozialist sein, um sich als Rassist zu profilieren und Karriere zu machen. Ein Beispiel unter vielen für die historische Kontinuität rassistischen Denkens sind die Schriften des Tübinger Professors für Auslandskunde und Kolonialwissenschaften Wahrhold Drascher (1892-1968). Eine Begebenheit aus Draschers Biografie mutet paradox an: seine Habilitationsschrift „Die Vorherrschaft der weißen Rasse. Die Ausbreitung des abendländischen Lebensbereiches über die überseeischen Erdteile“ wurde vom rassistischen Regime der Nationalsozialisten verboten. Doch warum kam es dazu?

Bild: Universitätsarchiv Tübingen, S 23/1, 204 Drascher, Wahrhold. Format verändert.*
Bild: Universitätsarchiv Tübingen, S 23/1, 204 Drascher, Wahrhold. Format verändert.*

Geschichte „open air”: Mammutbäume im Schönbuch

von Anna Valeska Strugalla

Wer von Tübingen, Herrenberg oder von den Fildern kommend in Richtung Schönbuch strebt, der hat meistens im Sinn, bei Bewegung und frischer Luft den Kopf frei zu bekommen und etwas für die eigene Fitness zu tun. Dass man im größten zusammenhängenden Waldgebiet der Region Stuttgart auch viele historische Spuren aufnehmen kann, ist weniger bekannt.

Bild: Anna Valeska Strugalla.
Bild: Anna Valeska Strugalla.

Kolonialismus im Klassenzimmer

von Sarah Elisabeth Huber 

Nach Unterzeichnung des Versailler Vertrags ‚verlor‘ Deutschland offiziell alle seine Kolonien. Was aber nicht hieß, dass Kolonien in Deutschland kein Thema mehr waren – im Gegenteil: Kolonialausstellungen, Kolonialforschung und Kolonialvereine gewannen in den 1920er Jahren an Bedeutung und erreichten viele Menschen in ihrem Alltag.

Bild: Sarah Huber/ Stadtarchiv Reutlingen, Ausschnitt.
Bild: Sarah Huber/ Stadtarchiv Reutlingen, Ausschnitt.

Themen:

Historische Ausstellungen

Geschichtslernen digital

Lokal hingeschaut

Koloniales hierzulande

Mitgemacht! Arbeitsfeld Public History


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