HISTORISCHER AUGENBLICK

Willkommen auf dem Blog des Instituts für Geschichtsdidaktik und Public History der Eberhard Karls Universität Tübingen!


Ein Blog für Studierende, Lehrende und kritische Köpfe, die Geschichte nicht nur in Archiven und dicken Büchern, sondern auch im Hier und Jetzt suchen. Menschen, die Interesse daran haben, sowohl Krater als auch zarte Pinselstriche der historischen Vergangenheit in der Gegenwart zu erkunden. Studierende und Dozent*innen der Geschichtswissenschaft haben sich in Lehrveranstaltungen auf Spurensuche begeben - hier präsentieren sie ihre vielfältigen Ergebnisse.


AKTUELLE BEITRÄGE

Objektsteckbrief: Goldene Grüße aus Übersee

 

von Lukas Schultze-Melling

Gold ist für die Menschheit immer schon ein Symbol für Reichtum und Erfolg gewesen. Auch fungiert Gold als Symbol der Macht und des Einflusses durch seine Nutzung für Throne, Kronen oder Kronjuwelen. Seine Farbe erinnert die Menschen an die Sonne, wodurch es eine göttliche und ewige Dimension erhält. Vor allem im 19. Jahrhundert setzte der Traum vom Gold und vom schnellen Reichtum viele Menschen in Bewegung. Geradezu eine Verkörperung dieses „American Dream“ stellt ein Gold-Nugget dar, das heute im kleinen Ort Leidringen auf der Schwäbischen Alb aufbewahrt wird. Es erzählt die Geschichte des schwäbischen Bauernsohnes Andreas Huonker aus Leidringen, der im September 1896 vor Ausbruch des Goldrush am Klondike zu Wohlstand kam: Vom Tellerwäscher oder Goldwäscher zum Millionär. Wer war aber dieser Andreas Huonker überhaupt? Welche Verbindungen schaffte und schafft das Nugget zwischen Nordamerika und dem schwäbischen Leidringen?

Orakel in Ulm

Blogreihe „Eine Globalgeschichte Schwabens in sieben Objekten“ 

von Clemens Eberlein

„Groß sind die Werck deß Herrn / wer ihr achtet / der hat eytel lust daran.“ Mit diesem Psalm leitet der Ulmer Kaufmann Christoph Weickmann (1617–1681) den 1659 veröffentlichten Katalog zu seiner Kunst- und Naturkammer ein. Der Anspruch war klar formuliert: Gottes Schöpfung abbilden und die „Welt im Kleinen“ präsentieren. Höhepunkt der Sammlung waren 21 Objekte aus Westafrika. Das kunstvoll geschnitzte Holzbrett, „Ifá-Brett“ genannt, sticht daraus hervor: Da ein solches Brett eine ganze religiöse Weltsicht abbildet, ist es ein besonders eindrückliches Zeugnis der Kultur der Yoruba, einer im heutigen Benin und Nigeria ansässigen Volksgruppe.

CC BY-NC / Museum Ulm / Bernd Kegler, Ulm, https://bawue.museum-digital.de/object/2776.
CC BY-NC / Museum Ulm / Bernd Kegler, Ulm, https://bawue.museum-digital.de/object/2776.

Ein Winkelmessgerät in der Wunderkammer?

Blogreihe „Eine Globalgeschichte Schwabens in sieben Objekten“ 

von Milena Frieling

Die Dauerausstellung Wahre Schätze. Antike. Kelten. Kunstkammer des Landesmuseums Württemberg in Stuttgart zeigt Objekte aus der Kunstkammer der Württembergischen Herzöge. Die Erwartungen werden nicht enttäuscht: Schätze und Kunst aus Gold, Silber, Perlmutt und Edelstein gibt es in großer Zahl. Zwischen den edlen Metallen und anderen kostbaren Materialien ist aber auch ein hölzernes Gerät aus dem 17. Jahrhundert zu sehen – ein sogenannter Jakobsstab. Was macht ein solches Objekt in einer fürstlichen Wunderkammer? 

Bild: Landesmuseum Württemberg, Hendrik Zwietasch, Commons Lizenz, CC BY-SA.
Bild: Landesmuseum Württemberg, Hendrik Zwietasch, Commons Lizenz, CC BY-SA.

Blogreihe „Eine Globalgeschichte Schwabens in sieben Objekten“ 

Im Wintersemester 2022/2023 haben wir, eine Gruppe von Geschichtsstudierenden, am Beispiel Schwabens erprobt, wie man Globalgeschichte vor Ort schreiben kann. Schwaben ist die Region, in der wir leben und studieren und ganz gleich, ob wir von hier kommen oder sogenannte „Neigschmeckte“ sind – ein wenig Beschäftigung mit der Region und ihrer Geschichte scheint geboten für den*die angehende*n Historiker*in. Aber wie das „Globale“ vor Ort finden? Auf in die Uni-Bibliothek zur Ausleihe einschlägiger Grundlagenwerke und aktueller Aufsätze? Oder besser gleich ins Hauptstaatsarchiv Stuttgart? Oder kann man Globalgeschichten Schwabens vielleicht auch anders schreiben als über das klassische Studium von Text(quellen)? 

Bild: Heinrich, Roy Frederic, 1881-1943, in: Cabinet of American illustration (Library of Congress).
Bild: Heinrich, Roy Frederic, 1881-1943, in: Cabinet of American illustration (Library of Congress).

Zusätzliche Angaben zu Bildquellen/ Lizenzen (externe Links): X

 

THEMEN

Historische Ausstellungen

Geschichte digital

Lokal hingeschaut

Koloniales Erbe

Arbeitsfeld Public History

Tasting the Past


FOLGEN SIE UNS AUF TWITTER




Institut für Geschichtsdidaktik und Public History

Wir bieten Ihnen interessante Informationen und Wissenswertes über Geschichte in unserem Alltag und für die Schule: von Ausstellungsrezensionen über Unterrichtsmaterial bis hin zu Reise- und Fortbildungstipps. Alles was Geschichtsinteressierte begeistert – Klicken Sie sich schlau!