HISTORISCHER AUGENBLICK

Willkommen auf dem Blog des Instituts für Geschichtsdidaktik und Public History der Eberhard Karls Universität Tübingen!


Ein Blog für Studierende, Lehrende und kritische Köpfe, die Geschichte nicht nur in Archiven und dicken Büchern, sondern auch im Hier und Jetzt suchen. Menschen, die Interesse daran haben, sowohl Krater als auch zarte Pinselstriche der historischen Vergangenheit in der Gegenwart zu erkunden. Studierende und Dozent*innen der Geschichtswissenschaft haben sich in Lehrveranstaltungen auf Spurensuche begeben - hier präsentieren sie ihre vielfältigen Ergebnisse.


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AKTUELLE BEITRÄGE

Napoleon (2023) – Ridley Scotts Trafalgar?

„Pour les critiques, Napoléon relève plus de Trafalgar que Austerlitz“ („Kritiker sehen Napoleon eher als Trafalgar denn als Austerlitz an“), titelte der Figaro kurz nach Start des Films von Ridley Scott im November 2023. Während französische Kritiker Napoleon stark bemängeln, wird er von der britischen Presse deutlich besser bewertet und erhält von The Guardian sogar fünf Sterne. Napoleon Bonaparte ist kein Fremder auf der großen Leinwand. Neben historischen Produktionen von Abel Gance (1927) versuchten auch Größen des Kinos wie Charlie Chaplin und Stanley Kubrick erfolglos seine Geschichte auf die Leinwand zu bringen. 2023 realisierte der britische Regisseur und Produzent Ridley Scott den Film, doch weshalb sind die Kritiken so kontrovers?

Bild: Jacques-Louis David, Public domain, via Wikimedia Commons.*
Bild: Jacques-Louis David, Public domain, via Wikimedia Commons.*

Die Geschichte der RAF im Film vermitteln: Der Baader Meinhof Komplex

von Bernhard Schnabel

Der „Deutsche Herbst“ und die Geschichte der RAF stoßen in Schule und Öffentlichkeit auf großes Interesse. Dies zeigt sich in frei zugänglichen Materialien auf Plattformen wie „Offene Geschichte“ bis hin zu Spielfilmen wie „Der Baader Meinhof Komplex“ (2008). Was ist von dieser Produktion zu halten? In einer der teuersten Produktionen der deutschen Filmgeschichte unternahmen Regisseur Uli Edel und Drehbuchautor Bernd Eichinger 2008 den ambitionierten Versuch, die etwa zehnjährige Wirkungsgeschichte der „Roten Armee Fraktion“ (RAF) in einem zweieinhalbstündigen Spielfilm zu vermitteln. 

Aconcagua, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons.***
Aconcagua, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons.***

Verschwörungstheorien und Spannungskurve: Die ZDF-Dokumentation „Johannes Paul I. und der Tod“

von Hendrik Schirner

„Aufklärung braucht Reichweite.“ Unter diesem Mantra produziert die ZDF-Redaktion um Guido Knopp historische Fernsehserien, die neben der Befragung von Zeitzeug*innen auch Dokumente aus Archiven zeigen sowie mithilfe von authentischen und nachgestellten Filmaufnahmen Hintergründe erklären. „Wenn Sie um 20:15 Uhr historische Themen anbieten, dann unter der Maßgabe, dass Geschichte spannender sein kann als jeder Krimi, dass sie szenisch dargestellt wird, Menschen an den Wendepunkten ihres Lebens zeigt“, sagte Knopp 2008 in einem Interview. Laut dem Historiker Rainer Wirtz zeichnen sich die Geschichtsbilder dieser „medial vermittelten Geschichte“ durch Personalisierung, Dramatisierung und Emotionalisierung aus.[3] Diese Charakteristika finden sich auch in dem 51-minütigen Film „Johannes Paul I. und der Tod“ der fünfteiligen ZDF-Reihe „Vatikan. Die Macht der Päpste“ aus dem Jahr 1997 wieder.

Sibode1, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons.**
Sibode1, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons.**

Geschichtsklitterung: Der Mediziner Sauerbruch im Film (1954)

von Jeff Kutten

Personen und Ereignisse der Medizingeschichte sind ein fester Bestandteil von Geschichtskultur. Während die Rolle verschiedenster Institutionen, wie z. B. die Rolle der Alten Anatomie in Tübingen im Kontext des Nationalsozialismus, noch aufgearbeitet wird, werden populäre, bereits existierende Narrative oft weniger kritisch hinterfragt. In ästhetisch ansprechenden Medien wie Serien und Filmen werden verschiedenste Darstellungen von historisch relevanten Persönlichkeiten breit rezipiert, obwohl deren Darstellung selbst sowie die Darstellung des historischen Kontexts oft problematisch ist. Ein Beispiel für einen solch populären und zugleich problematischen Film aus dem Bereich der Medizingeschichte handelt vom Leben des Mediziners Ferdinand Sauerbruch (1875–1951).

Unknown photographer, Public domain, via Wikimedia Commons.*
Unknown photographer, Public domain, via Wikimedia Commons.*

Zusätzliche Angaben zu Bildquellen/ Lizenzen (externe Links): 

 

* URL: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/53/%28AfM%29_PS_gf_S_04_Sauerbruch.jpg bzw. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:(AfM)_PS_gf_S_04_Sauerbruch.jpg . 

**https://commons.wikimedia.org/wiki/File:TombaBeatoGiovanniPaoloI2022.jpg bzw. https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f0/TombaBeatoGiovanniPaoloI2022.jpg .

***https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bavaria_Filmstudio_Baader_Meinhof_Komplex.jpg bzw. https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/57/Bavaria_Filmstudio_Baader_Meinhof_Komplex.jpg

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