„Der Thore seyn fünff“ – Tübingens einstige Stadttore
Blog Lokal hingeschaut · 20. Juli 2021
Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Signatur A 249 Bü 264. - „Der Thore seyn fünff“[1] – lapidarer hätte der Autor eines Reisebuches im 17. Jahrhundert den Sachverhalt kaum festhalten können. Tübingen als Stadt mit Mauern und Toren war in der beginnenden Neuzeit beileibe kein Anlass für großes Erstaunen.[2] Heute jedoch, mehrere Jahrhunderte und viele Kriege später, strahlen Altstädte wie in Reutlingen oder Ravensburg, die noch ihre historischen Grenzen und Zugänge erkennen...
Ein „Lichtblick“ – Filmanalyse auch für Historiker*innen (mit Wünschen)
Bild: AMMMa, Screenshot. - Eine Hand in weißem Handschuh streicht über eine alte Karte. Österreich vor 1914 soll zu erkennen sein. Die Kamera ist nah dran, die Sequenz ist in Sepiafarben getaucht. Aus dem Off hallt es: „Doch Kaiser Franz Josef weiß, sein Vielvölkerstaat ist in Gefahr.“ Kurz darauf erklärt ein Schüler mit Bezug auf die Szene

Ein virtueller Rundgang durch die KZ-Gedenkstätte Dachau
Bild: KZ-Gedenkstätte Dachau. - Auch wenn die Authentizität von Gedenkstätten mittlerweile zunehmend relativiert wird, versprechen sie als historische Orte doch einen hohen Lern- und Erkenntnisgewinn. In Corona-Zeiten sind Gedenkstättenfahrten schwieriger geworden. Ein Grund mehr, ihre virtuellen Angebote in den Blick zu nehmen.
Kloster, Königsschloss, Parlament – Eine kleine Geschichte Bebenhausens im 20. Jahrhundert.
Blog Lokal hingeschaut · 30. Juni 2021
Bild: Max Witzler - Mitten im Schönbuch liegt das pittoreske Bebenhausen, Tübingens kleinster und gleichzeitig größter Stadtteil. Wer den Ort ansteuert, erkennt bereits von Weitem: Die Architektur des Dorfes ist vom Mittelalter geprägt. Bekannt ist die idyllische Ortschaft vor allem für ihr gut erhaltenes Zisterzienserkloster. Angesichts des beeindruckenden mittelalterlichen Erbes wird allerdings oft übersehen, dass Bebenhausen im vergangenen Jahrhundert mehrfach landesgeschicht....

Kolonialwaren in Tübingen
Blog Koloniales Erbe · 22. Juni 2021
Deutsche Kolonialzeitung, Public domain, via Wikimedia Commons, File-URL: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fe/1903_Deutsches_Kolonialhaus_in_Berlin.png - In mehreren Blogbeiträgen werden wir uns in nächster Zeit mit der kolonialen Stadtgeschichte befassen. Am Anfang steht der Kolonialwarenhandel. Heute soll geklärt werden, welche Bedeutung de...
Interview mit Nico Nolden
Bild: Thorsten Logge - Im Arbeitsalltag des Hamburger Historikers Nico Nolden dreht sich viel um digitale Spiele. „Pft, ein Zocker!“, mag sich da der eine oder die andere leise denken. Weit gefehlt. Im Gespräch mit historischer-augenblick.de erzählt Nolden, wie er sich in der akademischen Forschung und Lehre, aber auch in Projekten mit Museen, Produktionsfirmen und auf seinem Blog mit dem Thema auseinandersetzt.

„Die Erinnerung ist eine Pflicht gegenüber den Toten“: Der jüdische Friedhof in Wankheim
Blog Lokal hingeschaut · 08. Juni 2021
Bild: Sarah Huber. - Es ist still, nur leise ist in der Ferne das Rauschen der Autos auf der B28 zu vernehmen. Inmitten von alten Bäumen und Sträuchern liegt hier, zwischen den Gemeinden Kusterdingen und Wankheim, der alte jüdische Friedhof, auf dem Menschen aus Wankheim, aber auch Tübingen und Reutlingen, ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. 137 Grabsteine, die inzwischen zum Teil stark verwittert sind, zeugen heute noch von jüdisch-schwäbischem Leben im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert.
Zwischen Heimatromantik und Nazi-Ideologie – Die kontroverse Person des August Lämmle
Blog Lokal hingeschaut · 01. Juni 2021
Bild: Emil Stumpp, Public domain (EU) and PD-US-expired, via Wikimedia Commons. - August Lämmle – Pietistischer Mundartdichter, der in seinem Werk das ländliche Schwabenwesen wie kein Zweiter eingefangen hat, oder polemischer Nazi-Hetzer, der für den Nationalsozialismus und Adolf Hitler brannte? Wer sich mit dem Schriftsteller beschäftigt wird bald feststellen, dass es darauf wahrscheinlich keine so leichte Antwort gibt. In Württemberg hat Lämmle jedenfalls seine Spuren hinterlassen...

Tatort „Hotel Silber“. Ein fast in Vergessenheit geratener Erinnerungsort
Bild: Haus der Geschichte Baden-Württemberg / Daniel Stauch. Mitten in Stuttgart. Mitten im Zentrum. Inmitten eines schon fast vergessenen Verbrechens. In Anbetracht der imposanten Fassade würde man nie auf die Idee kommen, welche Geschichte sich mit diesem Bauwerk verbindet. Beim genaueren Hinschauen aber fallen auf den Außenwänden die Wörter „Vorurteil, ...
Kautschuk – Von Gummistiefeln und Reifen
Blog Koloniales Erbe · 18. Mai 2021
Bild: W. Gorden Whaley and John S. Bowen Image courtesy of Ford Motor Co., Public domain, via Wikimedia Commons - Eine Klinge ritzt die Rinde ein und nach wenigen Sekunden quillt weißer Pflanzensaft aus der Wunde, um diese wieder zu verschließen. Die weiße Flüssigkeit, Latex genannt, enthält weniger als zehn Prozent...

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